Willkommen im tierischen Blog 2026
20.+21.März 2026
Ein anstrengender, teurer, sonniger, guter Frühlingsanfangsfreitag geht zu Ende. Heute waren wir tatsächlich mal nicht beim Tierarzt, dafür waren wir Krankentransporter für Mensch, Oldies sind halt Oldies. Einen Anzuchtversuch für Gemüse und Salat haben wir gestartet, wenn wir normal in den Boden säen, buddeln die Hühner die Samen wieder aus und essen sie auf. Diesertage haben die kleinen Biester Fußball mit den frisch gepflanzten Tulpenzwiebeln gespielt, wo andere Leute eine Vogelscheuche aufstellen, plaziert das Zwergi demnächst eine Erascodose Hühnersuppe! Fleckitown hat ein neues Rathaus, die Hunde einen Zweitwagen, die Paddocks trocknen schön ab. Nachtrag: Wir haben diesen Tag nicht vor dem Abend gelobt, doch zu später Stunde wurde unser Arztbesucher vom Morgen noch zum Notfall...
17.März 2026
Morgens schon mit den Halbgaren von der Amprionbaustelle "reden", Regen, obwohl keiner angesagt war und unplanmässig auf Dienstag schon wieder zum Tierarzt. Anstrengend! Da uns Yoga zum psychischen Ausgleich aber eher aggressiv macht, haben wir eine Runde Jenga gespielt. Zwergi hat den Turm aufgebaut und Lotti hat bestimmt, welches Teil wieder rausgezogen wird. Das Bauwerk ist nicht eingestürzt und die kleine Eisbärin hat bekommen, was sie sich ausgesucht hatte.
13.März 2026
Freitag, der 13te, so ein richtig mieser Sch***tag! Das Wetter ist so schlimm, daß sogar die Wildvögel nicht mehr vor die Tür gehen und auch sonst ist alles mies. Wir haben unsere Flächen gedüngt und der Dünger ist unermesslich teurer geworden, dazu kommt der übersteigerte Preis für Kraftstoff und die Tatsache, daß wir mehr düngen mussten, als sonst, weil uns auch dieses Jahr die Grünflächen, fehlen, die sich die Kriminellen von Amprion angeeignet haben und wir das absolute Maximum aus dem Rest ziehen müssen, um möglichst viel Futter davon zu bekommen. Das wird das teuerste Heu, das wir es jemals hatten. Die Landwirtschaft überhaupt gerät grade so richtig fies in die Kostenfalle, Ihr werdet es in Kürze in den Läden merken! Logistik ist ja grade ebenfalls ein Katastrophenthema, unser weltbester Spediteur kommt momentan nicht nach Deutschland, oder Niederlande, die Kunden canceln nicht unbedingt notwendige Transporte, so schiebt sich unsere Beiladung, dabei werden die Spenden doch so dringend gebraucht! Beim Tierarzt waren wir heute auch, nicht das erste Mal diese Woche. Für Lotti sieht es nicht gut aus, dabei fühlt sie sich so wohl bei uns und lernt verdammt schnell. Gerade erst haben wir uns eine Plüschsacika besorgt, damit unser verlorenes Kind doch noch irgendwie bei uns sein kann, da kommt die nächste Endzeitdiagnose... Wir blenden es aus und geben alles. Dánika´s Eingewöhnung hat gar nicht erst stattgefunden, er kam, sah seine Mama und der Drops war gelutscht. Und der Flecki wohnt neuerdings oben. Nicht im Katzenhimmel, sondern in Fleckitown auf 1,75 Höhenmetern. Nicht mehr nur im Menschschutzkeller, das ist doch schonmal ein Anfang. Noch 1 Woche bis zum kalendarischen Anfang des Frühlings, mal sehen, ob das mal ein guter Freitag wird...
07.März 2026
Lotti! Lotti kam letztes Wochenende zu uns. Sie roch, als sei sie seit drei Wochen tot, dreckig, Wunden, krank. Es ging ihr schlecht, wir hofften, daß ein Teil davon von der langen Fahrt kam und alles gar nicht sooo schlimm ist. Weit gefehlt, gleich am Montagmorgen musste der Tierarzt bzw. die Tierärztin zu uns kommen und erstmal alles untersuchen und machen, was man ausserhalb der Praxis machen kann. Blut abnehmen und sonstwas alles. Dann kam jeden Tag was Neues, Laborwerte besprechen, Medikamente holen, Spezialfutter besorgen, die Wunden behandeln, behutsam dem Siff im Fell den Kampf ansagen und ein Crashkurs in extreme Autoeinsteiging. Wir haben es zur Praxis geschafft und waren gestern den ganzen Vormittag da, war ja schliesslich Freitag! Zuerst das geplante Röntgen, aber alles passte nicht zueinander und so hat die Tierärztin auf Grund der Symptome, der bereits vorhandenen Ergebnisse und unseren Berichten wie eine Detektivin Stück für Stück kombiniert und entsprechende Folgeaufnahmen und -untersuchungen gemacht und hat so eine glasklare Diagnose stellen können. Ganz grosses Kino, VIELEN DANK dafür!!! Es ist einfach niederschmetternd, die Schäden sind irreparabel und eine Operation gibt es dafür nicht. Sie bekommt nun noch zwei Medikamente mehr, die könnten die Problematik lindern, dann geht es vielleicht noch eine Zeit gut, helfen sie nicht, sind unsere gemeinsamen Tage gezählt. Und *gemeinsam* ist hier Programm, sie ist sowas von anhänglich und trotzallem fröhlich. Oberste Priorität ist gerade, maximale Energie mit minimaler Futtermenge in den Hund zu bekommen und ihr jede Sekunde der verbleibenen Zeit zum Highlight zu machen!!! Bodri´s Werte haben sich verschlechtert, es stehen noch zwei Tests aus, wir müssen abwarten, was dabei rauskommt und was die Tierärztin dazu sagt! Gesternabend waren wir dann völlig fertig, haben uns gefühlt, wie von einem Laster überrollt und plötzlich kommt da wirklich einer angefahren, da zweifelt man schon eben am eigenen Verstand. Der war aber echt und hat auch rechtzeitig gebremst und über die Sendung haben wir uns am Ende einer obertraurigen Woche so sehr gefreut!!! Morgen wollen wir mit dem "Frühjahrsputz" weitermachen. Bestandsaufnahme, was an den Zäunen und sonstwo gemacht werden muß, Winterfell von den Pferden kratzen, das Familiengrab aufmotzen und weil so schönes Fahrradwetter ist, geht Zwergi auf die Betteltour für die Tiere in Ungarn, das Elend dort ist so schlimm und für uns präsenter denn je. Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag!
03.März 2026
Die Nachricht von Sacika´s Tod kam vollkommen unerwartet und traf uns, wie ein Vorschlaghammer mitten ins Gesicht! Wir waren wie versteinert, völlig out of order, doch wir mussten uns zusammenreissen und den Verstand einschalten. Sollten wir das schon gelöste Glücksticket verfallen lassen,oder einen anderen Niemand zum Jemand machen? Die Entscheidung fiel in 0,0025 Sekunde und dann musste alles ganz schnell gehen. Eine arme Seele auswählen, die Notwendigkeiten regeln, die Fahrt umbuchen und hoffen, daß alles so hinhaut. Es folgten Tage der totalen, geistigen Umnachtung. Und dann kam Lotti und der emotionale Horrortrip ging in die nächste Runde...
02.März 2026
Hallo! Ich heiße Sacika und ich ich bin ein Niemandshund! Als winzig kleiner Welpe wurde ich weggeworfen, wie Müll. Ich wurde gefunden, in ein Tierheim mit 500 Hunden gebracht und seitdem hat sich niemand mehr für mich interessiert, dreizehn lange Jahre lang. Ich lebte in einem kleinen Zwinger, auf versifftem Beton, im Sommer glühend heiß, im Winter bitterkalt. Mein ganzes Leben hatte ich Angst, immer Hunger, für Zuwendung hatte niemand Zeit, für Tierarzt oder sowas war kein Geld da. Ich habe nichts gelernt, hatte nie Spaß und wurde nie geliebt. Manchmal steckte man jemanden zu mir in die Zelle, war der doof, bekam ich Schruppe und noch mehr Angst, war der lieb, trauerte ich fürchterlich, wenn er wieder ging. Ich ging nie, dreizehn lange Jahre lang. Kürzlich hatte ich einen schönen Traum, da erschien mir ein gutaussehender, dunkelhaariger Typ, der sagte:"Hallo! Ich bin der Boogie und lebte auch im Horror, vierzehn lange Jahre lang. Dann wurde ich doch noch adoptiert und hatte noch ein Zuhause und eine superschöne Endzeit. Nun bin ich aber schon verstorben und meine Leute trauern. Das kann ich nicht ertragenund und ich habe DICH auserwählt, zu ihnen zu ziehen und sie glücklich zu machen!" Was der geraucht hat, das will ich auch, dachte ich und bat ihn, mich mitzunehmen, ich wünchte mir doch schon lange, einfach von dieser Welt zu entschlafen. Doch das tat er nicht und dann kamen Menschen zu mir, untersuchten und pieksten mich und sonstwas und schrieben alles in ein kleines, blaues Buch und hingen es an meine Zellentür. Das waren dann wohl meine Entlassungspapiere, ich würde hier wegkommen, nach dreizehn langen Jahren Horror. Die Leute würden mich in ihrem Haus wohnen lassen, jeden Tag füttern, rausfinden, was mir wehtat und was ich brauche und freuten sich so sehr auf mich. Es kam anders! Vier Tage vor der großen Reise kam der Boogie nochmal in der Nacht und holte mich ab. Morgens fanden die Tierheimleute meinen kalten, steifen, versifften Körper in der Zelle und das war´s. Zwar lebe ich im Himmel mit dem unfassbar tollen Boogie befreit auf Wolke 7, aber meine Leute, die ich nicht mehr kennenlernen durfte, weinen um mich, als wenn wir uns schon ewig kannten. Nach dreizehn langen Jahren gab es doch kein Happy End für mich und so ergeht es sehr, sehr, sehr vielen Tieren auf der ganzen Welt. Denkt mal drüber nach...!
Liebe Sacika!
Wir hoffen, es geht Dir gut da oben, endlich gut! Wir haben uns so wahnsinnig auf Dich gefreut und der Schock und die Trauer sitzen extrem tief! Wir werden nie erfahren, wieso Deine Reise so plötzlich woanders hinging, das macht es noch viel schlimmer! Du warst in der Ferne schon eine von uns und wirst es auch bleiben! Wir lieben Dich unendlich, konnten es Dir nicht mehr zeigen und können nur versuchen, nicht daran zu zerbrechen und kämpfen weiter für Tiere wie Dich! Hab eine wunderbare Zeit da oben und irgendwann werden wir uns dort kennenlernen! Mach´s gut, wunderbare Sacika...
01.März 2026
Es waren einmal zwei kleine Hunde, eine alte Mutter und ihr Kind, die lebten angekettet auf einem total verwahrlosten Grundstück in einem Dorf weit weg von hier. Die Ketten waren sehr kurz und dazu eingedreht, so daß sich die Hunde kaum bewegen und erst recht nicht zueinander konnten. Sie hatten keine Hütten, oder Schutz und bekamen nur zu Essen, wenn Dorfbewohner ihnen etwas über den Zaun zuwarfen. Die zwei vegetieren dort vor sich hin, bis eine beherzte Tierschützerin von ihnen erfuhr, kämpfte und schaffte, die Erlaubnis von den Behörden zu bekommen, das Grundstück zu betreten und die Hunde mitzunehmen. Gesagt - getan, aber wohin mit ihnen und von welchem Geld?! Sie brachte die beiden irgendwie unter, stellte sie dem Tierarzt vor und begann zu päppeln. Nach dem ersten Spendenaufruf überschlugen sich die Platzangebote für das Kind, für die alte Mama interessierte sich niemand. Sie wurde dann kurzentschlossen von einem etwas schrägen Ehepaar adoptiert und saniert und das Kind bekam erstmal anständige Betreuung vor Ort. Nach gründlichen Recherchen und tierärztlicher Behandlung stellte sich heraus, daß die Mutter schon sehr, sehr lange dort festgekettet gelebt hatte und das Kind schon mindestens sechs Jahre neben ihr und -wie sich jeder hätte denken können- ebenfalls diverse, teils irreparable Krankheiten und Defizite davongetragen hatte. Also auch schon älter und beschädigt und *plöpp* waren alle Interessenten verschwunden. Die Tierschützerin liess das Kind behandeln, kastrieren, gewöhnte es an Artgenossen und Menschen und gab alles, was die knappe Zeit und das quasi nicht vorhandene Budget hergaben, aber niemand wollte den netten Hund und so blieb er traurig in seiner Unterkunft und träumte jede Nacht von einem schönen Zuhause. Eines nachts erschien ihm ein guter, dreibeiniger Geist und flüsterte: "Hallo! Du musst nicht mehr traurig sein, denn mein Umzug in den Himmel ist Deine Zukunft! Besorge Dir ein Halsband, Du steigst bald in den Glücksbus, fährst bis Endstation und da wartet dann deine Mama auf Dich!". Welch schöner Traum, dachte der kleine Hund und verlor sich die nächsten Tage oft darin. An einem Tag kurze Zeit später war irgendwas anders, als sonst, wenn die Tierschützerin zum Versorgen kam. Sie wedelte mit einem Halsband, verliess mit ihm den Hof, setzte ihn in einen Bus, küsste und verabschiedete ihn und die Reise ging los. Nach und nach stiegen weitere Fahrgäste ein und die Fahrt war unheimlich und gefühlt endlos. Doch immer wieder reichte die Reisebegleitung Snacks und Getränke und fragte, wer mal auf´s Klo muß. Dann ging es wieder in stop & go über und jedesmal stieg jemand aus. Der kleine Hund fühlte sich verlassen und ängstlich, doch dann stoppte das Auto wieder und der Steuermann rief laut und freundlich: "Végállomás!!!", Moment, da war doch was?! Die Reiseleitung hob den kleinen Hund von seinem Platz, öffnete die Bustür und setzte ihn raus in die Dunkelheit und da stand echt und wirklich seine Mama!!! Beide konnten es kaum fassen und die Freude war grenzenlos! Das etwas schräge Ehepaar stand weinend dabei, sprach noch kurz mit dem Reiseleiter und die Crew winkte zum Abschied und rief aus dem abfahrenden Bus: " Viszontlátásra! See you next time!". Es stürmte und regnete und das Grüppchen ging schnell ins Haus, ins Haus der Hoffnungslosen, dort war es warm und es gibt weiche Betten, volle Näpfe, fellige Freunde. Mutter und Kind sind nun wieder vereint, der kleine Mann heißt Dánika und seine Mama ist die Lédike, unsere Lédike! Gemeinsam durch die Hölle, (wieder) gemeinsam auf Erden und nur der Tod kann sie wieder trennen und im Himmel dann erneut vereinen. Bis dahin vergehen hoffentlich noch einige, gemeinsame Jahre, gemeinsam bei uns, gemeinsam mit uns!!! Anya és gyerek forever!!! ISTEN HOZOTT, DÁNIKA!!!
27.Februar 2026
Heute ist Freitag und was macht man so freitags? Richtig: man fährt zur Tierarztpraxis. Diesmal mit Bodri und der hat mal so richtig Angst. Die Tierärztin hat ordentlich viel Blut abgenommen, da aber Fremdlabor im Spiel ist und ausserdem Wochenende, müssen wir abwarten. Er ist jetzt jedenfalls auf Dauermedikation gesetzt und vom Tage völlig fertig. Dafür ist endlich gutes Wetter, sch*** auf Pfützen, die Tiere gehen ins Sönnchen. Mittlerweile sind alle Pferde ausgedeckt und einige schmeissen schon Winterfell. Die Vögel freuen sich über das Bettzeug für ihre Nester und wir freuen uns über die Haare allüberall, im Gesicht, in den Klamotten, auf dem Brötchen. Unsere Köpfe sind grad höllenvoll und total leer zugleich, da tut so ein Hauch von Frühling echt gut! Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!
22.Februar 2026
Dieses fiese Nasswetter macht uns wahnsinnig, hoffentlich war das diesertage wenigsten der letzte Schnee für dieses Jahrhundert! Diese fiesen Freitage sind ebenfalls zum abgewöhnen, letzten waren wir mit Oma und Pixie beim Tierarzt. Also Pixie musste hin und Oma war mit, sie selbst geht dann doch zum Humanmediziner. Hundeopi musste zu seiner allmonatlichen Serienbehandlung und da gab es zum Glück keine Katastrophe. Flecki ist noch gestörter, als wir dachten. Er hat eine ganze Woche unerreichbar in der letzten Ecke unter´m Schrank gekauert. Nun hat er endlich angefangen, etwas zu fressen und wagt sich kurz raus, auf den Schrank, aber Panik pur! Wir versuchen ganz vorsichtig ihm zuerst Mensch, Chipleser und Kater Mikki als ungefährlich beizubringen. Kommende Woche steht wieder so Einiges an, also legen wir uns jetzt ab und glotzen noch ein bißchen TV. Gute Nacht!
17.Februar 2026
Eins ist sicher: Flecki hat keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht! Um eventuell etwas rauszufinden, müssen wir einen Chip suchen, bzw. den, den er laut Übergeberin hat. Wir haben aber einen uralten Taschenchipleser, der zwar gut ist, den man aber genau am Chip gefühlte drei Minuten fest auf das Tier drücken muß. Geht nicht! Mag uns jemand mit einem modernen Modell helfen? Auch für andere Fälle - Felle wäre sekundenschnelles Auslesen mit Abstand extrem von Vorteil! Katzen, hier Kater, lassen sich nicht zwingen, wollen wir auch nicht, aber wenigstens eine Wurmkur sollte dringend rein, geht -wenn überhaupt- dann nur mit einschleimtauglichen Wurflecker. Warum keine klare, ehrliche Aussage, wo und wie das Tier gelebt hat?! Man könnte viel besser und vor allem schneller einschätzen, was muß, soll, kann und was nicht...!
15.Februar 2026
Teufel, ist das kalt und schneien tut es auch wieder, bitte nicht! Freitag den 13ten haben wir überlebt. Wir hatten den ganzen Tag Angst, daß wieder etwas passiert, die gute Nachricht: keine schlimmen Katastrophen, die schlechte Nachricht: im März kommt noch einer! Wir waren aber auch abgelenkt, war viel zu tun. Unser Auto musste zur Werkstatt, Stroh musste geholt werden und andere Einstreu auch und wenn die Tiere nicht, oder nur eingeschränkt nach draussen können, oder wollen, dann ist der Tag eh nicht sehr flexibel. Samstag haben wir wieder Spenden bekommen, die haben wir gleich sortiert, gleichzeitig Reis im neuen Kocher formschön gegart, die Spenden zum weitergeben zu den schon vorhandenen gepackt und *freuuu* Beiladung angefragt! Die Not ist so groß bei unseren Freunden in Ungarn, wie überall und auch in Deutschland ist es schlimm! So haben wir heute eine von unendlich vielen, heimatlosen Niemandskatzen in unser Haus der Hoffnungslosen übernommen, ein armer, alter, namenloser Sonderfall. Über ihn selbst wissen wir quasi gar nichts, nur, daß er nun Flecki heißt und wir unsere gemeinsame Reise bei null starten müssen und egal, was da kommt, er ist jetzt einer von uns und er bleibt einer von uns!
06.Februar 2026
Immer wieder freitags...! Den ganzen Tag hatten wir Angst, daß wieder etwas passiert und in einer Woche ist dann der 13te. Wir schrumpfen unsere Woche ab sofort auf 6 Tage wegen Freitagsphobie! Naja, einfach verkriechen können wir uns ja nicht, aber manchmal ist es wirklich hart für Herz und Hirn. Sa/So ist Karneval im Dorf, das ist auch immer nervig. Wir warten sehnsüchtig auf den Frühling, auf gutes Wetter für Körper, Geist, Seele, Paddocksaison, erwachende Natur und längere, hellere, trockenere, wärmere Tage. Wir frusten nu noch ein bißchen vor uns hin und wünschen Euch ein schönes Wochenende, ohne Regen, Schnee und Katastrophen!
30.Januar 2026
Wir trafen uns vor zweieinhalb Jahren
Doch die Zeit eilt wie der Wind
Heut´bist auch Du emporgefahren
Jetzt bist auch Du ein Wolkenkind
Kamst zu uns aus dem Putinkrieg
Hast dort ein Hinterbein verloren
Dein Überleben war Dein Sieg
Warst trotzdem krank bis zu den Ohren
Hattest einen starken Willen
Hast Dich erholt, warst nicht mehr schwach
Und trotz ziemlich vieler Pillen
Kam dann die tolle Zeit danach
Kleiner Kämpfer riesengroß
Die Zeit mit Dir war wunderbar
Die Weltherrschaft, das war Dein los
Warst King bei uns in Kevelaer
Katze, Müllsack, Wurschtebrot
Die mochtest Du so gerne
Nun ging´s so schnell, nun bist Du tot
Für immer in der Ferne
Flieg los und hol den Boogie ein
Dann könnt zusammen Ihr uns schicken
Ein schönes buntes Lichtelein
Das wir im dunkeln dann erblicken
Mach´s gut, Du süße Terrorzelle
Wir liessen Dich grad weinend geh´n
Und mach da oben nicht die Welle
Bis wir uns damnächst wiedersehen...
24.Januar 2026
Wir trafen uns vor knapp zwei Jahren
Doch die Zeit eilt wie der Wind
Heut´bist Du emporgefahren
Jetzt bist Du ein Wolkenkind
Du hattest so ein mieses Leben
Vierzehn lange Jahre lang
Hattest Dich längst aufgegeben
Auch den Traum vom Neuanfang
Lagst im Käfig still und leise
Abgemagert, stinkend, krank
Doch plötzlich ging es auf die Reise
Raus aus dem Elend, Gott sei Dank
Gemeinsam haben wir`s hinbekommen
Du wurdest glücklich, stark, gesund
Hast Dir alles mitgenommen
Warst endlich ein GELIEBTER Hund
Wir hatten eine tolle Zeit
Mit Spaß und Spiel und so viel mehr
Jetzt bist Du weg, unendlich weit
Wir vermissen Dich so sehr
Es hat doch grad erst angefangen
So fühlt es sich für uns echt an
Bist viel zu schnell schon fortgegangen
Wir sehen uns wieder, irgendwann
Wenn Du angekommen bist da oben
Gib uns ein Zeichen, hell und klar
Kannst dort für immer sorglos toben
Mach´s gut, mein großer Schatz BOGÁR
23.Januar 2026
Frost in den Aussenwasserleitungen, Hoflader kaputt und die dämliche Amprionsch*ße auf unseren Flächen geht auch schon wieder los. Wasserversorgung bekommen wir trotzdem hin, der Lader wird repariert, nur die Strommafia, die kriegt man nicht gestoppt, die ruinieren mal lustig Land und Luft, aber Hauptsache, der Deckel wird *der Umwelt zuliebe* an die Flasche geschweisst (damit ihn jeder normale Mensch wieder abreisst...)! Da hilft nur 600g Nutella auf ex und sich den guten Dingen zuwenden, zum Beispiel den Tieren und den tollen Spenden für sie. Unsere Tierchen durften sich natürlich wieder schöne Sachen aussuchen bevor wir für die nächste Tour nach Ungarn gepackt haben, Spiele, Kleidung und ein Katzentipi war auch dabei, da war das Geschrei bei den Hunden groß! Aaaber, es gab eine coole Überraschung, die Augen waren groß und die Freude erst! Ausserdem hat Salon Zwerg ein neues Werkzeug, die Freude bei den Pferden hält sich in Grenzen ;-), die zwerg´sche dagegen ist XXL :-) ! Dafür haben diese hufigen Salon - Zwerg - Hasser und ihre Freunde wieder ganz viel Lecker geschickt bekommen, dann sind immer alle voll nett zu Küchenchefin Nicky, damit sie was abgibt ;-) ! Zum Glück kocht sie nicht wirklich selbst, sonst wäre der BMI bei elfhundert, das macht das fiesgefrieste Personal. Vielen, vielen Dank, Ihr Lieben!!! Am Wochenende wird also eingetuppert, gezeltet, getrimmt, repariert und der Tierarzt kommt auch, hoffentlich ist es nicht so kalt!
16.Januar 2026
Schnee und Eis sind zum Glück weg, dafür ist jetzt überall Wasser. Der Winter soll einfach da bleiben, wo die Eisbären ihn brauchen, wir hier brauchen ihn nicht! Vorgestern war es dann frühlingshaft, für die Pferde war das teils schwierig, der Kater fand es auch nicht witzig, die Hunde aber haben es genossen. Heute war es voll fies und grau und Regen, unsere Laune war am Ende des Tages aber trotzdem bestens, denn am Abend haben wir Futter und Sachspenden geladen und der Happy-new-year-Transport ist nach Ungarn gestartet. Jetzt müssen wir schauen, daß wir bald wieder eine Tour schicken können, unsere Tiere gut durch den Schmodderwinter bringen und unsere derzeitigen Sorgenkinder hoffentlich nochmal die Kurve kriegen! Einfach wird es auch in diesem Jahr nicht und langweilig schon gar nicht...
07.Januar 2026
So langsam wird´s nervig! Der ganze Hof ist eine Eisfläche, obendrauf Schnee, alles spiegelglatt und man kann sich nur in Zeitlupe bewegen. Die Pferde, die immer raus können, tun das trotz weissem Wahnsinn, die Esel und Muli nicht, die hassen naß. An jeder Ecke stört der Winter, vom Bällebad ist die Hülle weggeflogen, das ist jetzt nur noch für Huskys tauglich, Trinkwasser sollte man nicht draussen lassen und sonstwas, da hilft nur beten, daß der Sch*** bald aufhört. Die Hunde lümmeln kuschelig innen rum, nur der Boogie, der ist lieber draussen und möchte immer unter 1m Abstand beim Zwergi sein. Damit er nicht noch ausrutscht, fährt er nu halt in seinem Auto mit, das findet er ganz toll. Was der aktuelle Wetterbericht so orakelt, ist auch nur zum fürchten, puh. Na mal sehen, wie das weitergeht...
04.Januar 2026
Schnee! Schnee liegt hier bei uns sehr selten und wir mögen Schnee auch nicht! Gar nicht! Die Pferde haben überhaupt kein Problem damit, draussen ist die Jammerei über die weiße Pampe einseitig menschlich. Die Hunde dagegen gehen nur zum pipimachen raus und dann gaaanz schnell wieder ins warme Haus. Feuchte draussen, dröge Heizungsluft drinnen, da macht der Inhalator Überstunden und die Pfotencreme geht kiloweise wech. Alle wollen bei dem dunklen Mistwetter in Zizi´s gemütliches Tipi, aber keiner passt rein, da sind sie wirklich traurig :-( ! Traurig sind sie auch bei dem Gedanken an ihre Kumpels auf den Strassen, kein Haus, nichts zu essen und viele alt, schwach krank :-( ! Gleich gehen wir wieder raus zur Abendrunde, aber vorher machen wir uns noch schnell einen heissen Kakao und träumen dabei vom Sommer und von einer Happy-new-year-Tour und von einem Mannschaftszelt...
01.Januar 2026
Das neue Jahr hat begonnen und ist jetzt schon zum abgewöhnen! Sturm, Regen, eisig kalt und die Nachrichten sind genauso grottig, wie die gestrige Comedyshow vom Bundesoberclown mit dem Titel "Neujahrsansprache". Pure Lügen und am Ende ein Aufruf zum Mut, pffft, so viele Menschen sind doch mittlerweile Jasager, weil Mut anstrengend und unbequem ist und erwünscht ist der von der Regierung schon gar nicht! Wir jedenfalls verfolgen weiter unsere Ziele, kämpfen für unsere eigenen Projekte und auch persönlichen Ideale und gegen all das, was uns nicht passt! So, das war die zwerg´sche Neujahrsansprache aus Magengrube und Nervensystem und jetzt folgt die aus der Herzgegend! Wir wünschen Euch ein frohes, neues Jahr; mögen Eure Wünsche in Erfüllung gehen und Eure Ziele erreicht werden! Wir möchten uns ausserdem bei unseren Freunden, Spendern, Paten und Zwergenverstehern für 2025 bedanken, Ihr habt uns ein Maximum an dem, was wir leisten können, ermöglicht, ohne Euch ginge nahezu gar nichts in und für Zwerghausen und Budapest! Wir wünschen uns ganz doll, Euch alle auch in diesem Jahr als Fans behalten zu können und vielleicht ein paar neue Mitstreiter zu gewinnen. Im Namen unserer und vieler, armer Strassen- Shelter- Tötungs- Tiere sagen wir !!! Vielen Dank - Thank you very much - Köszönöm szépen !!! Den hiesigen Neujahrstag verbringen wir damit, die Tiere und auch uns wieder in die Spur zu bringen, denn die Nacht war, wie vorher schon geahnt, krass. Feuerwerk, Raketen und Böllerbatterien extrem und im wahrsten Sinne des Wortes ohne Ende, der Wahnsinn ab zwölf war mehrfach so lang, wie sonst und noch jetzt knallt es immer wieder überall. Ein paar alte und eh immer coole Pferde/Ponys interessiert das alles nicht, die meisten Tiere aber hatten eine Horrornacht und sind gerade übermüdet, appetitlos, immer noch nervös und wir Menschen sind heut auch nicht unbedingt das blühende Leben. Hilft nix, aufstehen, Krone richten und auf in die nächste Runde *Alter Wahnsinn mit neuer Jahreszahl*...